Schulleiter in Neckartailfingen seit 1559
- 1545 – 1559: N.N.
- 1559 – 1560: Dietrich Ludwig
- 1560 – 1594: Jerg Resch (Georg Rösch)
- 1637: Abraham Dettinger
- 1649: Michael Bauer
- 1654 – 1659: Lorenz Renz
- 1672: Lorenz Renz
- 1674 – 1686: Hanß Jacob Bauer
- 1700 – 1721: Konrad Schieß
- 1721 – 1768: Johann Caspar Baur
- 1768 – 1771: David Gottfried Baur
- 1771 – 1822: Johann Leonhard Maurer
- 1822 – 1866: Gottfried Maurer
- 1866 – 1874: Johann Jakob Wetzel
- 1874 – 1893: Ludwig August Bauer
- 1893 – 1903: Andreas Pfetsch
- 1904 – 1929: Johann Georg Lang
- 1929 – 1932: Karl Florus
- 1932 – 1936: Otto Holl
- 1937 – 1945: Hermann Roos
- 1945 – 1948: Liselotte Schmid
- 1948 – 1968: Christian Hermann
- 1968 – 1979: Christian Lederer
- 1980 – 1985: Rainer Jarosch
- 1985 – 2008: Udo Hägele
- 2008 – 2012: Albrecht Becker
- 2012 - 2018: Hans Brucklacher
- seit 2018: Petra Bopp
Die Ära Hägele geht zu Ende (2008)
Rektor Udo Hägele tritt nach 23 Jahren an der Liebenauschule seinen Ruhestand an
„Versetzt – in den Ruhestand“ war auf einem Plakat zu lesen, das ein Gast bei der Verabschiedungsfeier von Liebenauschulleiter Udo Hägele im Bürgerhaus Kelter in Neckartailfingen an die Eingangstür hängte. Versetzt – in den Ruhestand: dieses Zeugnis in Form der offiziellen Amtsaustrittsurkunde aus dem Rektordienst wurde Udo Hägele auch später offiziell von Schulamtsdirektor Dr. Günter Klein überreicht.
Dr. Günter Klein fand auch einige passende Worte über den gebürtigen Böblinger: Hägele habe in seinem Leben als Lehrer und vor allem Rektor unzählig viele Schüler in die nächste Klasse versetzen dürfen – einige auch nicht. Würde man Hägele ein detailliertes Zeugnis ausstellen, so würde neben den Noten „sehr gut“ in den Fächern Schulleitung, Lehrauftrag, Vorbildfunktion und Pflichtbewusstsein stehen.
Doch wichtiger als das Zeugnis von anderen über seine langjährige Tätigkeit an der Liebenauschule ist das, das er sich selbst ausstellt; das Zeugnis, mit dem er sich vor Gott rechtfertigt. Denn der christliche Glaube spielte in Hägeles Leben schon immer eine außerordentliche Rolle, nicht nur weil er selbst das Fach Religion unterrichtete.
Stets habe er sich für einen modernen christlichen Glauben ausgesprochen, der sich vor allem mit moralischen Wertevorstellungen wie Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit charakterisieren lasse, so Dr. Klein. So sei es auch nicht verwunderlich, dass er immer sehr um eine enge Zusammenarbeit mit der Kirche bemüht war.
Eine weiterer, wichtiger Bestandteil in seinem Leben sei die Bundeswehr: der Oberstleutnant der Reserve a. D., der auch schon als Vertreter der Bundeswehr im Pentagon als Repräsentant zu Gast war, gelangte nämlich über Umwege zum Schuldienst. Zwar aus einer Pädagogenfamilie stammend, in der sein Vater auch schon Rektor war, entschied sich Udo Hägele zunächst, als Zeitsoldat bei der Bundeswehr tätig zu sein. Überhaupt prägte ihn die Zeit bei der Bundeswehr in vielerlei Hinsicht auch für das private und berufliche Leben.
So seien für ihn die dort erworbenen Tugenden wie Kameradschaft, Disziplin, Verlässlichkeit, Pflichterfüllung und Pünktlichkeit auch im Leben als Schulrektor stets sehr wichtig. Vor allem in letztgenanntem, der Pünktlichkeit, wurde er, wie er selbst in seiner Rede humorvoll wiedergab, nicht immer positiv überrascht.
Doch durch solche Dinge ließ sich der als sehr geduldig geltende Mensch nie aus der Ruhe bringen. Doch auch nach seiner Zeit bei der Bundeswehr war noch nicht an einen Beruf als Pädagoge zu denken. So studierte er ab dem Jahre 1965 dann für zwei Jahre Wirtschaftswissenschaften an der Universität in München, bevor er später an die damals noch existierende Pädagogische Hochschule Reutlingen wechselte, um wie er sagt „näher den Kontakt am Menschen zu wahren“.
Viel Lob für die bescheidene Hauptperson
Zunächst war er an der Schlossschule in Pfullingen als Lehrer tätig, bevor er nach seiner Zeit als Konrektor in der Zeppelinschule in Echterdingen schließlich im August des Jahres 1985 an die Liebenauschule in Neckartailfingen wechselte.
Zu der Verabschiedung, die – wäre es nach der bescheidenen Hauptperson selbst gegangen – so gar nicht stattgefunden hätte, kamen zahlreiche geladene Gäste und viele seiner langjährigen Freunde und Wegbegleiter in das Bürgerhaus Kelter. Nach der musikalischen Eröffnung mit Klavier und Trompete durch die Musikschule Neckartailfingen folgten die Ansprachen von Bürgermeister Jens Timm und Schulamtsdirektor Dr. Günter Klein.
Darauf folgten zahlreiche Grußworte an den scheidenden Rektor, von der Neckartailfinger Pfarrerin, vom Elternbeirat, den Vorsitzenden der Neckartailfinger Vereine, vom Förderverein, von der Sonderschulrektorin der Bodelschwinghschule in Nürtingen, Barbara Andreas, und von Konrektor Albrecht Becker, der das Amt bis auf weiteres kommissarisch übernimmt, solange ein Nachfolger gesucht wird. Gezeigt wurde auch eine wunderbare und ganz besonders schöne Aufführung des Grundschulchors sowie eine herzliche Aufführung des Lehrerkollegiums.
In seinem Schlusswort erzählte Hägele von seiner durchweg angenehmen Zeit in der Schule, ließ es sich aber nicht nehmen, den einen oder anderen Makel im deutschen Schulsystem anzusprechen. So sprach er sich gegen das starre, dreigliedrige Schulsystem aus, und führte stattdessen die Systeme in Skandinavien als vorbildhafte Beispiele an.
Auch die „Stigmatisierung der Hauptschüler durch die Politik und Medien“, wie er es nannte, verurteilte er, und zeigte deutlich, dass diese durch ihre meist handwerklichen Berufe später den Mittelstand, also das Rückgrat der Gesellschaft bilden.
Am 23. Juli wird der letzte Arbeitstag für Udo Hägele an der Liebenauschule sein. Er verlässt sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da sie ihm über die Jahre sehr ans Herz gewachsen ist. Doch auch eine gewisse Vorfreude auf seinen neuen Lebensabschnitt kann man ihm sicherlich nicht streitig machen. Denn langweilig wird es dem passionierten Hobbygärtner sicherlich nicht werden: neben der Botanik möchte er sich vor allem dem Erlernen der jiddischen und der chinesischen Sprache widmen.
Quelle: Nürtinger Zeitung vom 12.07.08 [Autor: Sebastian Rausenberger]
Hans Brucklacher als neuer Rektor eingesetzt (2014)
Nach einer langen Zeit ohne Rektor ist die Kontinuität an der Liebenauschule wieder gewährleistet und unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ kann die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten fortgeführt werden.
Seit dem 21. Januar 2014 hat die Liebenauschule auch offiziell wieder einen Schulleiter. Nachdem Herr Hans Brucklacher die Geschicke der Schule seit ca. 1 Jahr bereits kommissarisch leitet, folgte nun die feierliche Einsetzung in Amt und Würden. Die Veranstaltung wurde von zahlreichen Beteiligten sehr kurzweilig gestaltet. Durch das Programm führte Herr Koch und eröffnet wurde die Begrüßung durch die Kinder und Erzieherinnen der Kindertagesstätte mit dem Stück: „Ich schenke dir ein Lied“ Nach dem wohlverdienten Applaus überbrachte der Leiter des staatlichen Schulamtes Herr Klein den Anwesenden eine kurze Vita von Herrn Brucklacher. Mit dem Hinweis, dass er eine Rarität in der Schullandschaft ist und aufgrund seiner Ausbildung und seinem beruflichen Werdegang sowie seiner ruhigen, zuvorkommenden und herzlichen Art ein Glücksfall für die Neckartailfinger Kinder ist konnten danach die Schülerinnen und Schüler der Musik-AG die Lieder „Unsere Schule hat keine Segel“ und „Ich schenk dir einen Regenbogen“ unter der Leitung von Frau Lambert für Ihren neuen Rektor vortragen, welche diesen und die Zuhörer zum Lächeln brachten. Die Zirkus AG des Fördervereins der Liebenauschule unter der Leitung von Frau Süßer-Neps erfreute die Anwesenden durch spaßige und auch spannende akrobatische Auftritte. Die Musikschule Neckartailfingen die ebenfalls sehr eng mit der Liebenauschule verbunden ist lies es sich nicht nehmen ebenfalls zwei sehr schöne Musikstücke unter der Begleitung vom Schulleiter Herrn Abraham am Klavier vorzutragen. Das Lehrerkollegium wünschte Ihrem neuen Chef in Form eines Gedichtes alles Gute und auch die Elternschaft ließ es sich nicht nehmen Ihre Glückwünsche zu überbringen. Dass die Liebenauschule bereits eine große Vielfaltunter einem Dach birgt und das man hier als Schulleiter alle unter einen Hut bringen sollte, da war sich der Elternbeirat unter der Vorsitzenden Frau Henzler mit ihren Kolleginnen einig. Trotzdem sollte sich Herr Brucklacher bei allem Tatendrang auch die notwendige Zeit für sich nehmen. Bürgermeister Timm ging in seiner Rede auf die Ungewissheiten im Schulbereich ein, hervorgerufen durch verschiedenste Bildungsstudien und die daraus resultierenden Diskussion in Wissenschaft, Politik und Presse. Umso wichtiger sei es für die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und auch die Gemeindeverwaltung nun zumindest in Herrn Brucklacher eine Konstante hinzuzugewinnen. Er hieß den neuen Rektor auch im Namen des Gemeinderats nochmals herzlichen willkommen und wünschte ihm eine gute Weiterentwicklung in seiner verantwortungsvollen Aufgabe. Die Unterstützung der Liebenauschule wie bisher durch den Träger sicherte er Herrn Brucklacher ebenso zu, wie er ihm dann auch zum besseren Einfinden die Ortschronik überreichte. Herr Brucklacher selbst bedankte sich ausführlich bei allen Mitwirkenden und entließ dennoch die Zuhörer mit einem Augenzwinkern schneller als Gedacht ans kalte Buffet. Beim anschließenden Meinungsaustausch konnte dann in lockerer Atmosphäre eine rundum gelungene Amtseinsetzung ausklingen.









