Die Ära Hägele geht zu Ende

Rektor Udo Hägele tritt nach 23 Jahren an der Liebenauschule seinen Ruhestand an

„Versetzt – in den Ruhestand“ war auf einem Plakat zu lesen, das ein Gast bei der Verabschiedungsfeier von Liebenauschulleiter Udo Hägele im Bürgerhaus Kelter in Neckartailfingen an die Eingangstür hängte. Versetzt – in den Ruhestand: dieses Zeugnis in Form der offiziellen Amtsaustrittsurkunde aus dem Rektordienst wurde Udo Hägele auch später offiziell von Schulamtsdirektor Dr. Günter Klein überreicht.

Udo Hägele und Dr. Günter Klein
Endlich Zeit für die Hobbys: Udo Hägele (links) bekommt von Schulamtsdirektor Dr. Günter Klein die Amtsaustrittsurkunde.
[Foto: Wezel]
Dr. Günter Klein fand auch einige passende Worte über den gebürtigen Böblinger: Hägele habe in seinem Leben als Lehrer und vor allem Rektor unzählig viele Schüler in die nächste Klasse versetzen dürfen – einige auch nicht. Würde man Hägele ein detailliertes Zeugnis ausstellen, so würde neben den Noten „sehr gut“ in den Fächern Schulleitung, Lehrauftrag, Vorbildfunktion und Pflichtbewusstsein stehen.

Doch wichtiger als das Zeugnis von anderen über seine langjährige Tätigkeit an der Liebenauschule ist das, das er sich selbst ausstellt; das Zeugnis, mit dem er sich vor Gott rechtfertigt. Denn der christliche Glaube spielte in Hägeles Leben schon immer eine außerordentliche Rolle, nicht nur weil er selbst das Fach Religion unterrichtete.

Stets habe er sich für einen modernen christlichen Glauben ausgesprochen, der sich vor allem mit moralischen Wertevorstellungen wie Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit charakterisieren lasse, so Dr. Klein. So sei es auch nicht verwunderlich, dass er immer sehr um eine enge Zusammenarbeit mit der Kirche bemüht war.

Eine weiterer, wichtiger Bestandteil in seinem Leben sei die Bundeswehr: der Oberstleutnant der Reserve a. D., der auch schon als Vertreter der Bundeswehr im Pentagon als Repräsentant zu Gast war, gelangte nämlich über Umwege zum Schuldienst. Zwar aus einer Pädagogenfamilie stammend, in der sein Vater auch schon Rektor war, entschied sich Udo Hägele zunächst, als Zeitsoldat bei der Bundeswehr tätig zu sein. Überhaupt prägte ihn die Zeit bei der Bundeswehr in vielerlei Hinsicht auch für das private und berufliche Leben.

So seien für ihn die dort erworbenen Tugenden wie Kameradschaft, Disziplin, Verlässlichkeit, Pflichterfüllung und Pünktlichkeit auch im Leben als Schulrektor stets sehr wichtig. Vor allem in letztgenanntem, der Pünktlichkeit, wurde er, wie er selbst in seiner Rede humorvoll wiedergab, nicht immer positiv überrascht.

Doch durch solche Dinge ließ sich der als sehr geduldig geltende Mensch nie aus der Ruhe bringen. Doch auch nach seiner Zeit bei der Bundeswehr war noch nicht an einen Beruf als Pädagoge zu denken. So studierte er ab dem Jahre 1965 dann für zwei Jahre Wirtschaftswissenschaften an der Universität in München, bevor er später an die damals noch existierende Pädagogische Hochschule Reutlingen wechselte, um wie er sagt „näher den Kontakt am Menschen zu wahren“.

Viel Lob für die bescheidene Hauptperson

Zunächst war er an der Schlossschule in Pfullingen als Lehrer tätig, bevor er nach seiner Zeit als Konrektor in der Zeppelinschule in Echterdingen schließlich im August des Jahres 1985 an die Liebenauschule in Neckartailfingen wechselte.

Zu der Verabschiedung, die – wäre es nach der bescheidenen Hauptperson selbst gegangen – so gar nicht stattgefunden hätte, kamen zahlreiche geladene Gäste und viele seiner langjährigen Freunde und Wegbegleiter in das Bürgerhaus Kelter. Nach der musikalischen Eröffnung mit Klavier und Trompete durch die Musikschule Neckartailfingen folgten die Ansprachen von Bürgermeister Jens Timm und Schulamtsdirektor Dr. Günter Klein.

Darauf folgten zahlreiche Grußworte an den scheidenden Rektor, von der Neckartailfinger Pfarrerin, vom Elternbeirat, den Vorsitzenden der Neckartailfinger Vereine, vom Förderverein, von der Sonderschulrektorin der Bodelschwinghschule in Nürtingen, Barbara Andreas, und von Konrektor Albrecht Becker, der das Amt bis auf weiteres kommissarisch übernimmt, solange ein Nachfolger gesucht wird. Gezeigt wurde auch eine wunderbare und ganz besonders schöne Aufführung des Grundschulchors sowie eine herzliche Aufführung des Lehrerkollegiums.

In seinem Schlusswort erzählte Hägele von seiner durchweg angenehmen Zeit in der Schule, ließ es sich aber nicht nehmen, den einen oder anderen Makel im deutschen Schulsystem anzusprechen. So sprach er sich gegen das starre, dreigliedrige Schulsystem aus, und führte stattdessen die Systeme in Skandinavien als vorbildhafte Beispiele an.

Auch die „Stigmatisierung der Hauptschüler durch die Politik und Medien“, wie er es nannte, verurteilte er, und zeigte deutlich, dass diese durch ihre meist handwerklichen Berufe später den Mittelstand, also das Rückgrat der Gesellschaft bilden.

Am 23. Juli wird der letzte Arbeitstag für Udo Hägele an der Liebenauschule sein. Er verlässt sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da sie ihm über die Jahre sehr ans Herz gewachsen ist. Doch auch eine gewisse Vorfreude auf seinen neuen Lebensabschnitt kann man ihm sicherlich nicht streitig machen. Denn langweilig wird es dem passionierten Hobbygärtner sicherlich nicht werden: neben der Botanik möchte er sich vor allem dem Erlernen der jiddischen und der chinesischen Sprache widmen.

Quelle: Nürtinger Zeitung vom 12.07.08 [Autor: Sebastian Rausenberger]


 

Aktion Sauberer Schulhof

Schüler/innen und Eltern fegten etliche Quadratmeter Pausenhof und jäteten das Unkraut rund um den Schulhof und in den Pflanzbeeten. Die Pflanzen vom Schulgelände wurden ebenfalls zurück geschnitten.

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Am Samstag, den 5. Juli 2008 trafen sich um 9 Uhr ca. 50 fleißige Helfer zur gemeinsamen »Aktion Sauberer Schulhof« und alle starteten mit viel Energie. Die Schüler und ihre Eltern fegten etliche Quadratmeter Pausenhof und jäteten das Unkraut rund um den Schulhof und in den Pflanzbeeten. Die Pflanzen vom Schulgelände wurden ebenfalls zurück geschnitten und auch vor den Fenstern der Pausenhalle wurde nicht Halt gemacht. Am Ende waren etliche Müllsäcke gefüllt und der Anhänger vom Bauhof mit Grünschnitt beladen. Nach getaner Arbeit hatten sich die fleißigen Helfer eine Pause und auch eine Stärkung mit Leberkäse und Getränken verdient. Der Bauhof unterstützte uns mit Arbeitsmaterial und entsorgte den angefallenen Müll und den Grünschnitt.

Das Ergebnis dieser Aktion kann sich sehen lassen. Den fleißigen Helfern, die zum Gelingen dieser Aktion beigetragen haben, gilt ein besonderes Dankeschön!


 

Sternstunden der Kinderliteratur

Sternstunden der Kinderliteratur lautete das Motto des diesjährigen Kinderfest-Umzugs, bei dem die Besucher der kleinen Hexe, dem Häwelmann, Pippi Langstrumpf, Max und Moritz, den Wilden Kerlen und den Wilden Hühnern begegneten.

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Ein bunter Lindwurm zog durch den Ort
Volle Neckarallee beim Heimat- und Kinderfest in Neckartailfingen
Das Umzugsmotto war „Kinderliteratur“

Bei einem richtigen Kaiserwetter am Pfingstwochenende strömten einige Tausend Besucher auf die Neckarallee nach Neckartailfingen. Dort lockte wieder das Kinderfest mit Vergnügungspark, Festzelt, viel Musik und nicht zuletzt mit dem Umzug, der in diesem Jahr unter dem Motto „Sternstunden der Kinderliteratur“ stand.

Eine ganze Bibliothek wurde lebendig

Einige Tausend Menschen säumten am Mittag des Pfingstmontags die Straßen im malerischen Ortskern der Neckartal-Gemeinde, um sich den Festzug anzuschauen. In diesem Jahr stand die Kinderliteratur Pate für die fantasievollen Kostüme der Kinder und die toll geschmückten Motiv-Wagen. Dabei arbeitetet immer ein Verein mit einer Schulklasse zusammen, die Kindergärten gestalten ihren Auftritt selbst.

Die Vorhut bildete der Feuerwehr-Spielmannszug, die Nachhut die Guggen von den Neckar-Bätschern, diesmal ohne Häs. Mittendrin neben den Vereinen eine lebendig gewordene Kinderbibliothek. Von „Max und Moritz“ über „Pippi Langstrumpf“ bis hin zu modernen Klassikern wie Cornelia Funkes „Wilden Hühnern“ oder den „Wilden Kerlen“ war alles dabei.

Der bunte Lindwurm kam dann ein wenig zeitversetzt auf der Festwiese an, wo Bürgermeister Jens Timm die Besucher begrüßte. Über 3200 Arbeitsstunden leisten die Vereine für das Traditionsfest, berichtete er und machte einen kleinen Ausflug in die Geschichte: 1884 wurde das Fest erstmals erwähnt. Mit einer Spende von 1000 Reichsmark versuchte der Bäcker Holzapfel, es 1906 auf eine stabile finanzielle Grundlage zu stellen, doch die Zinsen reichten schon 1907 nicht mehr.

„Seitdem ist die Gemeinde mit im Boot“, schmunzelte Timm und forderte die Besucher auf, auch dann zu lächeln, wenn die Schlange am Stand einmal ein wenig länger sei, was angesichts von geschätzten 4000 Besuchern gar nicht so selten der Fall war.

Tradition ist nicht nur das Fest, sondern auch, dass an jenem Tag jene Neckartailfinger, die weggezogen sind, wieder zurückkommen und die alten Freunde treffen. Bis zum Abend saßen sie noch bei Musik und Gesprächen an diesem lauen Maiabend beisammen.

Quelle: Nürtinger Zeitung [Autorin: Barbara Gosson]


 

Die Schulkonferenz

Schulkonferenz

Die Schulkonferenz (teilweise auch Schulforum oder Gesamtkonferenz genannt) ist ein Mitwirkungs- bzw. Beschlussgremium an Schulen, in dem Eltern, Schüler und Lehrer vertreten sind. Ihre Einrichtung ist in Deutschland in den Schulgesetzen der Länder geregelt. Die Zusammensetzung und die Mitwirkungsrechte dieses Gremiums sind unterschiedlich ausgestaltet.

In der Mindestzusammensetzung sind der Schulleiter, der Elternbeiratsvorsitzende, ein Lehrer sowie (bei weiterführenden Schulen) der Schülersprecher Mitglieder der Schulkonferenz. Je nach Größe der Schule sind die beteiligten Gruppen durch weitere Mitglieder vertreten, wobei Lehrkräfte, Eltern und Schüler entweder in gleicher Stärke repräsentiert sind oder aber eine stärkere Gewichtung auf Seiten der Lehrer oder der Eltern liegt. Oft obliegt dem Schulleiter der Vorsitz.

Aufgaben
Je nach Ländergesetz hat die Schulkonferenz Aufgaben unterschiedlichen Umfangs, welche durch einen Aufgabenkatalog geregelt werden. Wichtige Aufgaben können sein:

  • Unterrichtung über alle für die Schule relevanten Themen
  • Entscheidung über den Finanzhaushalt der Schule
  • Ausübung des Mitwirkungsrechts der Schule bei der Neubesetzung der Schulleiterstelle
  • Einrichtung einer Geschäftsordnung für Klassenpflegschaften
  • Planung und Durchführung von pädagogischen Tagen
  • Mitspracherecht bei Schulausschlüssen von Schülern
  • Beschlüsse über unterrichtsfreien Samstag oder bewegliche Ferientage

Für die Eltern- und der Schülervertreter ist das Informations- und das Anhörungsrecht wichtig. Die Informationen, die hier präsentiert werden, ermöglichen erst eine effektive Elternbeiratsarbeit, wenn die Interessenlage zwischen Schulträger, Schulbehörden, Lehrkräften und Eltern bzw. Schülern verschieden ist. Die Schulkonferenz ist ein nichtöffentliches Gremium und die Mitglieder sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Regelungen in Baden-Württemberg
Die Schulkonferenz ist an allen öffentlichen Schulen eingerichtet. Die Zahl der Mitglieder richtet sich nach der Größe der Schule. Die Hälfte der Mitglieder sind Lehrer, die andere Hälfte zu gleichen Teilen Eltern- und Schülervertreter, in der Grundschule nur Elternvertreter. Hinzu kommt der Schulleiter als Vorsitzender.

Die Schulkonferenz beschließt unter anderem als höchstes Beschluss-
gremium z.B. den Finanzhaushalt der Schule, die Hausordnung, die Durchführung pädagogischer Tage und die Teilnahme an Schulversuchen. Sie übt bei der Neubesetzung der Schulleiterstelle das Mitwirkungsrecht aus, wobei die minderjährigen Schülervertreter durch Elternvertreter ersetzt werden.

Quelle: wikipedia